Donnerstag, 2. Juni 2016

Matriarchat, das Archiv der Mütter

Vorwort


Matriarchat und Patriarchat werden als Begriffe oft falsch verwendet.
Da das Wort Matriarchat erst im ausgehenden 18. Jahrhundert gebildet wurde, vielleicht zur gleichen Zeit wie der Begriff Patriarchat, halte ich den Begriff "Matriarchat" für eine These-Antithese-Kampagne. Richtig ist, dass die sogenannte Matriarchatsforschung erkannte, dass auf der ganzen Erde das Phänomen auftrat, dass matrilineare Gemeinschaften von patrilinearen abgelöst wurden, bis auf ein paar verbliebene Gemeinschaften, die noch den alten Konsens lebten.

1) Kurzbeschreibung der alten matrilinearen Gemeinschaften

3 Generationen: Weberinnen, Nornen
Der alte Konsens war schlicht und einfach eine herrschaftslose Gemeinschaft von Familienclans, die Ansiedlungen bildeten und zu benachbarten Ansiedlungen ökonomische, freundschaftliche und familienbedingte Kontakte pflegten. Dabei lebten alle Nachkommen in den Mutterhäusern, deren älteste Mutter sozusagen die Hausmutter war. Alle ihre Nachkommen und die der weiblichen Linie wuchsen ebenfalls in dem Mutterhaus auf. Eine Ehe unter einem Dach gab es nicht, der Liebes- oder Sexualpartner kam zu Besuch. Die männlichen Bezugspersonen für den Nachwuchs waren die Brüder, Onkel und vielleicht älteren im Haus lebenden Männer des Mutterclans. Ich gehe davon aus, dass der Vater in den meisten Fällen bekannt war und auch der Umgang mit ihm und seiner Familie gepflegt wurde.

Jedoch spielte die weibliche Linie, Mutter, Großmutter und vielleicht Urgroßmutter die größere Rolle und war aus ganz logischen natürlichen Gründen die immer bekannte Herkunft. Die Gründe sind einfach, die Mutter war bei Hausgeburten und den Geburtshelferinnen immer eindeutig.  

In den alten matrilinearen Clan-Gemeinschaften war eine Mutter auch nicht existenziell vom Vater der Kinder abhängig, sondern sozial wie ihre Kinder im Mutterhaus eingebunden. 

Das stellt meines Erachtens den größten Vorteil für alle dar, sowohl für die jungen Mütter, vorallem für die Geborgenheit der Kinder, aber auch für die Väter. Weder die Mütter waren überfordert, noch die Väter, wie es heute oft der Fall ist. Eine Trennung vom Partner war eine Trennung und vielleicht Neubeginn einer neuen Liebesbeziehung nicht mehr, keine Katastrophe für die gemeinsamen Kinder.

Am Ende des Artikels gebe ich einige Verweise, wer mehr darüber lesen mag, wie das Leben in alten Gemeinschaftformen aussah.


2) Altes Europa und danach

 

Ich vermute, dass im alten Europa durch die Aufgabenverteilung die Verantwortung der Ordnung den Frauen (älteste Mutter) im Haus vorbehalten war und außerhalb des Hauses, Werkstätten, Hausbau und Verteidigung beispielsweise, überwiegend den Männer anvertraut war. Vorallem im Norden Deutschlands ist diese Tradition noch gut sichtbar, zumindest in meiner Vorwandtschaft. Die Mitgift für die Ehefrau sicherte ihr den Besitz innerhalb des Haus und damit das Schalten und Walten über die Hauswirtschaft. In der Chronologie der männlichen Vorfahren meiner Mutter ist erstaunlich, dass die ältesten männlichen Vorfahren nicht (vielleicht kein Mann) den Besitz erbten bis etwa 1780, im Gegenteil sie suchten sich eine Tochter mit Landbesitz, um dort unter zu kommen und gründeten mit der Ehe (Kirchspiel) eine Familie. Ich dachte erst, lauter Vorteilsnehmer bei meinen männlichen Vorfahren, was man natürlich nicht sagen kann, weil sie ja alle schwer arbeiteten, bis mir der Gedanke kam, dass vielleicht bis in diese Zeit, der Besitz von Boden noch an die Töchter überging und die Männer ihr Glück (Hans im Glück) woanders suchen mussten. Es ist auch logischer, einen Mann in die Fremde zu schicken als eine körperlich unterlegene Frau. Leider liegt mir das Buch im Augenblick nicht vor, so dass ich keine genauen Zeit- und Ortsangaben (nördlich Hannover) machen kann.

Nun kann man dagegen sagen, dass der Besitz bei einem Herzog (Heereszug) oder Fürsten lag, aber warum waren dann die durch die Ehe verbundenen Frauen die Landbesitzer und die Söhne zogen in erwachsenem Alter weiter und suchten sich eine Frau? Wann änderte sich ein Erbrecht oder wurde erst per Gesetz eingeführt?

3) Zum Begriff Matri.archat

 

In der Silbe "ar.ch.at" liegt kein Anhaltspunkt für eine Herrschaft. Die Silbe dafür ist "kratie" oder "scha" und "sche". Fast alle Stellen der Bibel, wo die Lautfolge "arch" vorkommt, werden mit "Beginn oder Anfang, Ursprung" übersetzt, was ich für nur eine annähernde Sinndeutung halte.

Dabei ist das Begreifen so einfach. Ein Archiv bewahrt vor Auslöschen oder Veränderung, die mythische Arche (Noah) hat das gleiche getan.


Die Analyse ergibt also für Ar.ch.at:
die Absicht 'A' (Herz, Berufung, Willen) gerichtet 'r' (auf) oder 'Ar' für Verteidigung', was der notwendige Ursprung einer Armee von beispielsweise Clan-Mitgliedern war.

Synonyme von "Herz gerichtet auf" sind "bewahren, verteidigen, glauben..." wie im Artikeln »Andenken an AN und ANU und Ansichten« dargelegt - 'Arianer'.

Außerdem gibt es eine chaldäische Schutzformel gegen Enlil (Enlilbanda) die mit "armarosch" vereinte Kräfte gegen Herrschaft (sch) richtet.

Der Laut "ch" - wird griechisch oder kyrillisch mit dem Symbol 'X' geschrieben und steht für Auslöschen (durchstreichen mit einem Kreuz) oder bestenfalls verändern (englisch: change, chartern). Der Laut hört sich wie ein gebrochenes 'K' an und verändert selbstlautend Körperliches sowie geistige Inhalte oder Werte je nach Buchstabenkombination = Wort.

Die letzte Silbe 'at' unterstreicht oder spezifiziert das Verständnis. Im Ganzen: Bewahren 'Ar' vor Veränderung oder Auslöschung 'ch', indem der Kern, das Herz 'a' bewahrt, gefestigt 't' wird.

Im Arch.iv sind Informationen (iv) vergegraben oder versteckt, um sie vor Vergessen zu bewahren.

Im Matriarchat waren es drei 'tri' Generationen (drei Ahninnen, Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, vielleicht Namen und Lebensgeschichten) der Mütter 'Ma', die vorallem für die Töchter wichtig waren. Dies erlebten sie im Laufe ihres Lebens im Mutterhaus automatisch und bewahrten es als ältere Frauen für ihre Nachkommen.


Liegt am Ende im Begriff MatriX (x = auslöschen oder verändern, gl. Aussprache Keks) eine Beschreibung zugrunde, wie man sich aus der Matrix lösen kann? Mit anderen Worten, erinnere oder forsche nach deinen Vorfahren, nach ihren Geschichten oder überlege, ob du wie es die Altvorderen taten in großen Häusern mit mindestens drei Generationen leben möchtest.

Es ist natürlich auch nichts daran auszusetzen, den Vater und die Vorväter zu kennen, möglicherweise haben vorallem die männlichen Nachkommen eines Clans sich auch dafür interessiert und wurde vielleicht auch gefördert. Ich selbst kannte zuerst die Geschichte meiner Mutterlinie, doch erst die Geschichte meines Vaters hat mir vollständiges Interesse an der Menschheitsgeschichte und tiefere Einblicke gegeben. 

4) Matriarchat, Patriarchat und die eigentliche Herrschaft der Besitzenden


Matriarchat und Patriarchat können der Ursprache nach selbst nichts von Herrschaft übermitteln. Dennoch verknüft man eine Hierarchie mit dem Begriff Patriarchat, weil erst mit dem Patriarchat und zwar mit der Festlegung von Besitz (Urkunden Landbesitz, Namensrecht bei Einführung der Ehe, Besitz über die Ehefrau und die gemeinsamen Kinder) - und von Privilegien sich Herrschaft (interessant der Begriff Dominanz) über nicht Privilegierte und Besitzlose ausgebreitet hat. Das Patriarchat war also der Beginn von Besitz und damit Macht über andere.

Das Patriarchat war und ist sozusagen das Modell von Herrschaft in der kleinsten Einheit, in der Kleinfamilie. Ich nehme jedoch an, dass sich das Patriarchat nur als nützliche Zwischenstufe bereits stark im Auflösen begriffen ist. Die Entwicklung, die von den Denkfabriken (Gender, Elternteil) vorgesehen sind, lassen dies Erahnen. Gleichzeitig nimmt die Abhängigkeit aller Menschen gegenüber den Groß-Grund-Besitzern zu, während bestimmte nützliche Gruppen, die die Entwicklung fördern, solange privilegiert (private legien / Besitz von Gesetzen) bleiben bis auch die letzten traditionellen Werte in Gemeinschaften von Menschen verloren und zerstört sind.

Waren es wirklich unsere Väter, die den Besitz von Land und Produktionsfaktoren, sowie von Sklaven (heute verboten in dieser Form) eingeführt haben? - in jedem Fall kann man das Ziel ablesen und wer immer oben schwimmt. Sie wollen einen geschlechtsneutralen Herrschafts- und Machtanspruch aber verwenden Begriffe aus dem alten Naturrecht (Töchterfirmen, Filialen, Filiae, Mutterhaus des Unternehmens oder des Ordens) und betreiben nach wie vor »teile und herrsche«.

Die Nachkommen der Menschheit werden dem Staat oder dessen Fiktion gehören. Schon der heutige Start ins Leben, die Geburt, wird für die meisten westlichen Neugeborenen immer mehr als Trauma inszeniert. Hebammen werden durch die Forderung überhöhter Versicherungsbeiträge aus dem Geburtsgeschehen herausgedrängt. Dabei haben Hebammen altes Wissen um die Erleichterung der Geburt für die Mütter und das Baby, außerdem können sie die Lage des Kindes im Mutterleib erfühlen. Leider lassen sich Schwangere durch die moderne Medizin vielfach zu oft unnötigen Ultraschall-Untersuchungen (ohne klinische Anzeigen) hinreißen: Vielleicht stimmen sie Ultra-Schall-Untersuchungen zu, um Fotos des Embryos in vertrautem Kreis zu zeigen, vielleicht weil die Medizin ihnen vorgaukelt, damit sei Vorsorge für das Ungeborene verbunden - was nach ernstzunehmende Gegenstimmen (Link am Ende des Textes) nur in besonderen medizinisch indizierten Fällen der Fall wäre.

Ausblicke auf das nächste Thema:


Eigentlich wollte ich das Thema Monotheismus analysieren, das ich nun als nächstes Thema bringe. Doch ohne den Rückblick auf das Leben der Altvorderen im herrschaftlosen sogenannten Matriarchat sehe ich den Begriff Monotheismus nicht ausreichend geklärt.

Die Art des Menschen ist Beziehungen zu knüpfen und sich Miteinander eine schöne Zeit zu machen. Diese Neigung habe ich bisher als Mutter-Essencen (Me) und Mutterordnung (Mo) ausgedrückt.
Vielleicht ist dies angesichts der Anfänge der Zivilisation, was in den Mutterhäusern über viele Generationen gelebt wurde, zwar naheliegend, doch trotz der sprichwörtlichen Mutterliebe nicht vollständig. Denn ohne das Mitwirken des Mannes, ohne die gegenseitige Anziehung von Mann und Frau, wird die Frau nicht Mutter.

Ein Blick auf die Runenschrift hat mir die Natur des Menschen, Beziehungen zu anderen Menschen zu haben, besser erschlossen.

'Me' kann demnach besser als Miteinander-Essence und 'Mo' als Miteinander-Ordnung gelesen werden. Wenn das in dir angekommen und verinnerlicht ist, kann Mensch-Essence oder Mensch-Ordnung ein besserer Begriff sein. Wegen dem "Label" "Mutter-Essencen" werde ich ihn teilweise beibehalten.

In den Runensymbolen sehe ich eine deutliche Spur, warum es einfach war, dass der Mensch seine auferlegte Person (Person im Sinne von isoliertem Individium) akzeptierte. Die Idee des Glücks machte die Fiktion attraktiv. Außerdem könnte der Monotheismus, der als »ismus« einen Zwang ausdrückt, die Menschen durch Vorantreiben der Entwurzelung weniger standfest gemacht haben.

So konnten viele Menschen nicht wie Jesus in der Wüste, den Versprechungen und Einflüsterungen widerstehen, die da stets ähnlich lauten: "DAS ALLES GEHÖRT DIR, WENN DU MIR FOLGST" (warum Großbuchstaben? - meine Hommage an Terry Pratchett, einer der besten, leider 2015 verstorbenen Fantasy-Authoren, der in seinen Scheibenweltromanen, seine Figur 'TOD' in GROßBUCHSTABEN reden ließ).

Achtet bitte darauf, in welcher Weise die Beeinflussung stattfindet, wann und wie in Kampagnen formuliert wird. Schaut genau hin, wann "Mensch" oder "Person" im Slogan oder Spruch oder "Mem" (Vera F. Birkenbihl) eingesetzt wird. Wie sprechen sie dich an, wenn sie etwas von dir haben wollen, wie wenn sie dir Schuld und Schlechtigkeit einreden und achte darauf ob sie auch Personen für etwas verantwortlich machen. Unterscheide dies ebenso, wenn Bilder für's Auge verwendet werden.


Anhang mit Link-Verweisen:

zu 3)
Zum Begriff Matriarchat -
Konsens-Gemeinschaften

zu 4)
Eigentliche Herrschaft
Ultraschall-Untersuchungen

Wer eine Geburt im Krankenhaus, oft als Kaiserschnitt, mal von einer anderen Perspektive sehen mag, lese hier.

Außerdem habe ich einen Link im Angebot, der die Kindheit in heutigen Herrschafts-Verhältnissen aus empathischer Sicht für das Kind beschreibt.

Wenn du magst, lies in diesem Blog über den Raub der Me's, da die Me's mit Künsten, Handwerk im chaldäischen gleichgesetzt werden können.

Kommentare:

  1. Die Aussagen, die hier getroffen werden, entsprechen mit meinen Recherchen überein.
    Erstmal wird hier geklärt, dass das Wort Matriarchat nicht als Herrschaft der Frauen über die Männer gewertet werden darf. Eine andere Wortwahl wäre zu bevorzugen gewesen.
    In dieser Gesellschaftsform geht es in erster Linie um eine andere Form des Zusammenlebens. Wenn mehrere Generationen zusammenleben, können sich Frauen besser gegenseitig unterstützen. Es gibt auch keine Abhängigkeitsbeziehung wie die Ehe, sondern Partnerschaften auf Zeit, in der dem Mann viel weniger Pflichtgefühl aufgebürdet wird und er mehr Freiheiten hat. Die Erziehung der Kinder unterliegt der Gemeinschaft. Dinge wie sie gestern in Deutschland passiert sind, nämlich dass eine Frau ihre drei kleinen Kinder aus dem zweiten Stock eines Hauses wirft, kommen in solchen Gemeinschaften nicht vor, weil die Überlastung erkannt würde und alle helfend unterstützen würden. Das sogenannte Matriarchat könnte man als das goldene Zeitalter beschreiben, in dem die Menschen mehr Freiheiten hatten und sich doch gegenseitig unterstützten. Sie waren einfach nur Menschen und nicht Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Steuerzahler und Konsument.

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  2. den Kern, der Entlastung aller und wie die Kinder leichter groß werden, hast du sehr gut weiter ausgeführt und der Gegenwart gegenübergestellt.

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